Kinder helfen Kindern
Die Nachwuchsabteilung des 1. FC Köln ist seit September 2003 Partner der Deutschen KinderKrebshilfe und unterstützt die Organisation.
Dass der Sport eine große Verantwortung für die Gesellschaft hat, beweisen nicht zuletzt die vielen erfolgreichen Engagements von Fußballvereinen und -verbänden in sozialen Bereichen. Einer für alle, alle für einen – Fußball ist seither ein Mannschaftssport, das lernen schon die Jüngsten, wenn sie dem runden Leder hinterher jagen. Um Erfolg in der Gemeinschaft zu haben, ist soziale Kompetenz gefragt. Dies gilt nicht nur im Fußball, sondern gerade im alltäglichen Zusammenleben mit anderen Menschen.
Deshalb bekommen die Nachwuchstalente des 1. FC Köln, neben dem sportlichen Schliff, auch ein Gespür für soziale Verantwortung vermittelt. "Vielen Kindern geht es nicht so gut wie unseren Spielern", sagt der Geschäftsführer der Nachwuchsabteilung, Christoph Henkel, "und deshalb konfrontieren wir sie mit dem Leid anderer, die unsere Hilfe brauchen". Seit über zwei Jahren sind die jungen Geißböcke jetzt "Partner" ihrer krebskranken Altersgenossen. "Mein Sohn Patrick spielte damals in der B-Jugend des FC, als Christoph Henkel mit der Idee einer Sozial-Partnerschaft auf mich zukam", erklärt Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, das Zustandekommen des Engagements. Seither vertreten beide das gemeinsame Anliegen "Aufklärung über das Thema Krebs und Hilfe für krebskranke Kinder".
Damit die Deutsche KinderKrebshilfe "eine bestmögliche medizinische Behandlung und seelische Betreuung krebskranker Kinder" gewährleisten kann, werden die FC-Talente aktiv. "Bei allen Jugendturnieren, bei denen ein Team des FC teilnimmt, insbesondere beim alljährlichen GeißbockCup und bei einzelnen Bundesliga-Spielen der Profi-Mannschaft, sammeln die Kinder und Jugendlichen Spenden", berichtet Nettekoven und fügt an, "im letzten Jahr waren Spieler der U19 von Trainer Frank Schaefer in der Kölner Universitätsklinik und übergaben das Maskottchen, den Marienkäfer-Prinzen 'Maari', an die kranken Kinder".
Die fruchtbare Zusammenarbeit zeigt sich auch bei gemeinsamen Veranstaltungen. Laut Nettekoven sei im Januar 2006 ein "Gesundheitstag" in der Nachwuchsabteilung des FC geplant, bei dem die Kinder und Jugendlichen auf eine gesunde Lebensweise aufmerksam gemacht werden sollen: "Je früher sie das verinnerlichen, desto besser!", so der 49-Jährige. Beide Seiten sind voneinander begeistert. Während Henkel die "hohe Qualität und Kompetenz" der Partnerschaft lobt, ist der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe vom "Engagement des FC" überwältigt: "Wir haben schon viel erreicht. Die jungen Kicker setzen sich mit der Krankheit auseinander und damit, was es bedeutet, dadurch aus dem Alltag gerissen zu werden". Außerdem würden sie "lernen, über den eigenen Tellerrand zu schauen" und sich für andere einzusetzen, denn das ist angesichts der 1.800 neu erkrankten Kinder unter 15 Jahren jährlich dringend notwendig.
Dank der langjährigen Förderung der Deutschen KinderKrebshilfe von Forschungsprojekten und Therapiestudien hat sich die Situation der kranken Kinder drastisch verbessert: "Vor 30 Jahren kam die Diagnose Krebs fast immer einem Todesurteil gleich – heute können drei von vier Kindern geheilt werden", verweist Nettekoven auf die Statistik. Wenn es für die Nachwuchsteams des FC jetzt im Winter wieder auf Reisen zu Turnieren geht, dann wird neben den Schuhen und den Schienbeinschützern auch die Klingeldose mit dem Logo der Deutschen KinderKrebshilfe im Gepäck sein, um für die schnelle Genesung ihrer kranken "Partner" ein paar kleine Gaben mit großer Wirkung zu sammeln.
"Jedes Kind, das an dieser tückischen Krankheit stirbt, ist ein Kind zuviel. Daher ist das Engagement und das Vorbild der Jugend des 1. FC Köln ganz besonders wichtig."
Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen KinderKrebshilfe
Info
Deutsche Krebshilfe
Buschstr. 32
53113 Bonn
Spendenkonto: 90 90 93
Sparkasse KölnBonn
BLZ: 370 501 98
www.krebshilfe.de
Der Sependenaufruf der Deutschen KinderKrebshilfe als PDF-Download.



